Donaugebete

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„Jeder Teil dieser Erde ist meinem Volk heilig.“
(aus der Rede des Indianerhäuptlings Seattle)

Dieses Lied wird bei jedem Donaugebet, das jeweils am letzten Sonntag im Monat um 17 Uhr am Donaukreuz in Niederalteich stattfindet, gesungen. Die Donaugebete haben nichts von ihrer Aktualität und Anziehungskraft verloren.

Viele verschiedene Gruppen und Einzelpersonen aus nah und fern gestalten seit 1994 die ca. halbstündigen Andachten: Katholische Pfarrgemeinderäte und evangelische Kirchenvorstände, Jugend- und Erwachsenen-Verbände, Eine-Welt-Gruppen, Gebetskreise, Friedensforen, Trachtenvereine, Chöre und Musikgruppen. Die Vielfalt der Gruppen sorgt für eine ausgesprochen kreative und abwechslungsreiche Weise des Betens.

Fürbitten nach einem Gebet von Papst Franziskus in der Enzyklika Laudato si

 „Gebet für unsere Erde“ – aus der Enzyklika „Laudato si“

1. Allmächtiger Gott, der du in der Weite des Alls gegenwärtig bist und im kleinsten deiner Geschöpfe, der du alles, was existiert, mit deiner Zärtlichkeit umschließt, gieße uns die Kraft deiner Liebe ein, damit wir das Leben und die Schönheit hüten.

Komm Heilger Geist, verleih uns Deine Gaben

2. Überflute uns mit Frieden, damit wir als Brüder und Schwestern leben und niemandem schaden. Gott der Armen, hilf uns, die Verlassenen und Vergessenen dieser Erde, die so wertvoll sind in deinen Augen, zu retten. Komm Heilger Geist, verleih uns Deine Gaben

3. Heile unser Leben, damit wir Beschützer der Welt sind und nicht Räuber, damit wir Schönheit säen und nicht Verseuchung und Zerstörung.

Komm Heilger Geist, verleih uns Deine Gaben

4. Rühre die Herzen derer an, die nur Gewinn suchen auf Kosten der Armen und der Erde.

Komm, Heilger Geist, verleih uns Deine Gaben

5. Lehre uns, den Wert von allen Dingen zu entdecken und voll Bewunderung zu betrachten; zu erkennen, dass wir zutiefst verbunden sind mit allen Geschöpfen auf unserem Weg zu deinem unendlichen Licht.

Komm Heilger Geist, verleih uns Deine Gaben

6. Danke, dass du alle Tage bei uns bist. Ermutige uns bitte in unserem Kampf für Gerechtigkeit, Liebe und Frieden.

Komm, Heilger Geist, verleih uns Deine Gaben


Donaugebet am 30.12.2012: "...da werden wir alle wie Träumende sein"

Wenn der HERR die Gefangenen Zions erlösen wird,
so werden wir sein wie die Träumenden.
Dann wird unser Mund voll Lachens
und unsre Zunge voll Rühmens sein.
Dann wird man sagen unter den Heiden:
Der HERR hat Großes an ihnen getan.
Der HERR hat Großes an uns getan;
des sind wir fröhlich.
HERR, bringe zurück unsre Gefangenen,
wie DU die Bäche wiederbringst im Südland.
Die mit Tränen säen,
werden mit Freuden ernten.
Sie gehen hin und weinen und streuen ihren Samen
und kommen mit Freuden und bringen ihre Garben.


Wir stehen kurz vor der Entscheidung, wie nun die Donau ausgebaut werden soll.
Ministerpräsident Seehofer hat verlauten lassen, dass bis Ende Januar / Anfang Februar die Entscheidung fallen soll.
Wie sehen wir dieser Entscheidung entgegen? Voller Hoffnung und Gottvertrauen.
Noch nie in der langen Zeit des Widerstandes schien uns die Entscheidung für einen Donauausbau ohne Staustufen möglicher. Voller Erwartung sehen wir der Entscheidung entgegen.
Gleich wie sie ausfallen mag, dürfen wir voller Dankbarkeit auf die Jahre des Widerstandes und des Gebetes zurückblicken.
Schon jetzt dürfen wir sein „wie die Träumenden“ und IHN rühmen für all das, was in den vergangenen Jahren geworden ist.
Es war ein Weg, auf dem wir viel gelernt haben – vor allem auch das Vertrauen in unser Gebet und die Freude über die vielen kleinen Gebetserhörungen.

Wir haben Gemeinschaft und Solidarität erfahren, die Donau durfte 20 weitere Jahre freifließen, und dieser Ort hier an der Donau wurde uns zu einem heiligen Ort, wir durften erleben, wie sich Stimmungen wandelten, wie die Auseinandersetzungen sachlicher und friedfertiger wurden.
Und schließlich wuchs auch in der Gesamtbevölkerung die Ablehnung eines Ausbaus mit Staustufen.
So können wir also in jeder Hinsicht nur dankbar sein.
Sollte die Entscheidung dennoch anders ausfallen, als wir es erhoffen,
so werden wir nicht nachlassen uns für den Erhalt der freifließenden Donau einzusetzen.
Wir werden unser Gebet fortsetzen. Und sollte der Ausbau ohne Staustufe kommen, ja dann können wir GOTT nur loben und preisen und IHM danken für SEINE Führung.
Dafür, dass ER Großes an uns und SEINER Schöpfung getan haben wird.





Interessierte, die gern ein Donaugebet gestalten möchten, sind herzlich dazu eingeladen.
Bitte melden Sie sich an bei Marlis Thalhammer unter jm.thalhammer@t-online.de
oder per Tel. 09901/2411.