Jahresrückblick 2012 zum Donaugebet am 30.12.2012

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Donaugebet am 30.12.2012: "...da werden wir alle wie Träumende sein"

Wenn der HERR die Gefangenen Zions erlösen wird,
so werden wir sein wie die Träumenden.
Dann wird unser Mund voll Lachens
und unsre Zunge voll Rühmens sein.
Dann wird man sagen unter den Heiden:
Der HERR hat Großes an ihnen getan.
Der HERR hat Großes an uns getan;
des sind wir fröhlich.
HERR, bringe zurück unsre Gefangenen,
wie DU die Bäche wiederbringst im Südland.
Die mit Tränen säen,
werden mit Freuden ernten.
Sie gehen hin und weinen und streuen ihren Samen
und kommen mit Freuden und bringen ihre Garben.


Wir stehen kurz vor der Entscheidung, wie nun die Donau ausgebaut werden soll.
Ministerpräsident Seehofer hat verlauten lassen, dass bis Ende Januar / Anfang Februar die Entscheidung fallen soll.
Wie sehen wir dieser Entscheidung entgegen? Voller Hoffnung und Gottvertrauen.
Noch nie in der langen Zeit des Widerstandes schien uns die Entscheidung für einen Donauausbau ohne Staustufen möglicher. Voller Erwartung sehen wir der Entscheidung entgegen.
Gleich wie sie ausfallen mag, dürfen wir voller Dankbarkeit auf die Jahre des Widerstandes und des Gebetes zurückblicken.
Schon jetzt dürfen wir sein „wie die Träumenden“ und IHN rühmen für all das, was in den vergangenen Jahren geworden ist.
Es war ein Weg, auf dem wir viel gelernt haben – vor allem auch das Vertrauen in unser Gebet und die Freude über die vielen kleinen Gebetserhörungen.

Wir haben Gemeinschaft und Solidarität erfahren, die Donau durfte 20 weitere Jahre freifließen, und dieser Ort hier an der Donau wurde uns zu einem heiligen Ort, wir durften erleben, wie sich Stimmungen wandelten, wie die Auseinandersetzungen sachlicher und friedfertiger wurden.
Und schließlich wuchs auch in der Gesamtbevölkerung die Ablehnung eines Ausbaus mit Staustufen.
So können wir also in jeder Hinsicht nur dankbar sein.
Sollte die Entscheidung dennoch anders ausfallen, als wir es erhoffen,
so werden wir nicht nachlassen uns für den Erhalt der freifließenden Donau einzusetzen.
Wir werden unser Gebet fortsetzen. Und sollte der Ausbau ohne Staustufe kommen, ja dann können wir GOTT nur loben und preisen und IHM danken für SEINE Führung.
Dafür, dass ER Großes an uns und SEINER Schöpfung getan haben wird.


Donaugebet Februar 2012 "Du bist wertvoll wie du bist"

So lautete der Titel des Donaugebetes im Februar, das von den Firmlingen des Pfarrverbandes Schöllnach unter der Leitung von Diakon fr. Stephan Stadler gestaltet wurde.

Den Anwesenden wurde ein Bild gezeigt von einem besonders wertvollen Menschen, das an verschiedenen Stellen unter dem Donaukreuz gezeigt wurde. Alle, die es sich ansahen, schauten in ihr eigenes Spiegelbild.

fr. Stephan hob in seiner Predigt hervor, dass jeder und jede vor Gott wertvoll ist, gleich wer oder wie sie oder er ist. Und genauso wertvoll ist Gott die Schöpfung, die frei fließende Donau, für der sich die Menschen am Fluss einsetzen.




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Donaugebete im November und Dezember 2011

Das Donaugebet im November 2011 wurde von der Eine-Welt-Gruppe der Pfarrei St. Martin in Deggendorf gestaltet, im Dezember 2011 vom Ökumenischen Aktionskreis "Lebendige Donau".

Sie können hier die Donaugebete als pdf-Datei downloaden:

Novembergebet

Dezembergebet

Jahresrückblick 2011

Wasser als Symbol

Ein sehr lebendiges Donaugebet gestaltete die Schulgemeinschaft der Abt-Joscio-Schule Niederalteich unter dem Thema "Wasser als Symbol". Und wie vielfältig dies ist, zeigten Kolleginnen, Schüler, Frau Konrektorin Helene Gehwolf, die Mittagsbetreuerinnen, die Erzieherinnen aus dem Hort unter der Leitung von Sarah Guntkowska auf. Auch der Chor der Schulgemeinschaft leistete einen beachtlichen Beitrag.

Die Texte des Gebetes finden Sie im Anhang:

Biblisches über das Wasser

Donaugebet 2011 "Nimm dir Zeit"



Donaugebet 2011 „Nimm dir Zeit“

(AK „Eine Welt“ Pfarrei St. Martin, Deggendorf)
 
Musik
 
Lied: Jetzt ist die Zeit
 
Einführung:
Unser Thema für dieses Jahr heißt: Nimm dir Zeit. Zeit ist  scheinbar ein immer rarer werdender Rohstoff . Umso wichtiger ist es wieder einmal darüber nachzudenken, wofür wir unsere Zeit verwenden und wofür wir sie einsetzen sollen, damit sie Frucht bringt.
Es gibt eine Vielzahl von Uhren, die unsere Zeit einteilen – angefangen von den Sonnenuhren, die schon die alten Ägypter kannten und den Wasseruhren der Babylonier, über Blumenuhren aus Afrika, Markierungen auf Kerzen, die beim Abbrennen die Zeit einteilten bis hin zur Uhr mit mechanischen Räderwerk und zum digitalen Uhrwerk, welches für uns heute nicht mehr wegzudenken ist.
Wir Menschen haben die Zeit seit der Erfindung der Uhr in immer kleinere Stücke zerteilt – und so wie beim Zerschneiden von irgendwelchen Dingen (fast) immer ein Verschnitt übrigbleibt, scheint die Zeit durch das Zerteilen auch immer weniger zu werden.
Nehmen wir uns heute bewusst Zeit für die Zeit.
 
Lied: Ins Wasser fällt ein Stein
 
Zeit: Sie kann ablaufen, vergessen werden, sogar totschlagen kann man sie, sie kann aber auch reif sein für ein Vorhaben oder auch verschenkt werden.
In dem folgenden Märchen hat ein Mann Zeitgutscheine geschenkt bekommen – eine tolle Vorstellung – wie gut könnte man sich die Zeit einteilen, wenn sie gleich so scheibchenweise geliefert würde – oder?
 
Geschichte „Das Märchen von den Zeitgutscheinen“
(Gnau D., Hoesch Ch., Den Grund berühren“ S. 76f)
 
Musik
 
Gedanken zur Geschichte

 
Den begrenzten Schatz an Zeit in grenzenlose Ewigkeit verwandeln – eine Aufgabe die vor uns allen liegt. Auch unserer Zeit sind Grenzen gesetzt.
Wofür setze ich sie ein, dass sie Wirkung zeigt?
Ein Gedicht von Albert Mühldorfer zeigt uns humorvoll, wofür wir uns einsetzen:
 
Donauausbau
 
D Donau ist z eng
Ausbaua wolln s e s
 
Aus da landschaft
Oda was?
 
I konn s ma ned vorstöilln
Bei dem gwicht und der läng.
 
Wenn wir heute hier stehen, dann ist es ein Beispiel dafür, wie der Schatz der Zeit verwandelt werden kann. Wir alle, die wir uns  über viele Jahre hinweg in regelmäßigem Gebet und Einsatz für die Erhaltung der Schöpfung Zeit genommen haben, können Stolz darauf sein, dass wir heute - Gott sei Dank – immer noch an der freifließenden Donau stehen und nicht an einem Kanal. Die Zeit, die dafür aufgebracht wurde hat Frucht getragen.
Denn das Geheimnis der Zeit ist ja, dass sie nicht weniger wird, wenn wir sie einsetzen – fast wie bei der wunderbaren Brotvermehrung – die wir in einer etwas anderen Form (von Lothar Zenetti) jetzt hören.
 
Die wunderbare Zeitvermehrung
(Lothar Zenetti, Die wunderbare Zeitvermehrung S. 121 f)

Aktion:
Als Erinnerung, dass Zeit ein wunderbarer Rohstoff ist, möchten wir jetzt kleine Sanduhren verteilen.
 
Fürbitten:
 
1.      Gott wir  beten für die Politiker, dass sie sich Zeit für die Anliegen der Menschen nehmen.
2.      Gott, wir  beten für die Verantwortlichen in der Wirtschaft, dass sie sich Zeit nehmen die Schönheit der Schöpfung zu entdecken und sie nicht nur wirtschaftlichen Interessen opfern.
3.      Gott wir beten für die Anwohner der Donau, dass sie sich Zeit nehmen für die Bewahrung ihres Lebensraumes.
4.      Gott, wir beten für uns, dass wir uns Zeit nehmen zum Krafttanken an unserer schönen Donau.
 
Vater Unser
 
Segen
Gott segne dich, dass du zur Ruhe kommst,
dein Leben zu bedenken:
dass du dich versöhnen kannst mit dem,
was dir in der Vergangenheit misslungen ist,
und mit den Menschen, mit denen du zerstritten bist,
und die Hoffnung auf gelingendes leben
neu in dir erwacht.
 
Gott segne dich,
dass du jeden Tag
als erfüllte Zeit erlebst:
dass das Leiden von gestern
und die Angst vor morgen
ihre Schrecken verlieren
und die Botschaft vom Heil der Welt
auch in dir Gestalt gewinnt.
 
Gott segne sich,
dass du dem Morgen
 mit froher Erwartung entgegensiehst:
dass dir aus dem, was dir bisher
an Schönem gelungen ist,
Freude und Kraft
für die Zukunft erwächst
und sich in dem, was du tust
und was dir geschenkt wird,
deine Sehnsucht erfüllt. (Spilling-Nöker Ch., Der Himmel ist in dir, S. 20)
 
Lied: Jeder Teil dieser Erde

Donaugebete

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„Jeder Teil dieser Erde ist meinem Volk heilig.“
(aus der Rede des Indianerhäuptlings Seattle)

Dieses Lied wird bei jedem Donaugebet, das jeweils am letzten Sonntag im Monat um 17 Uhr am Donaukreuz in Niederalteich stattfindet, gesungen. Die Donaugebete haben nichts von ihrer Aktualität und Anziehungskraft verloren.

Viele verschiedene Gruppen und Einzelpersonen aus nah und fern gestalten seit 1994 die ca. halbstündigen Andachten: Katholische Pfarrgemeinderäte und evangelische Kirchenvorstände, Jugend- und Erwachsenen-Verbände, Eine-Welt-Gruppen, Gebetskreise, Friedensforen, Trachtenvereine, Chöre und Musikgruppen. Die Vielfalt der Gruppen sorgt für eine ausgesprochen kreative und abwechslungsreiche Weise des Betens.

Interessierte, die gern ein Donaugebet gestalten möchten, sind herzlich dazu eingeladen.
Bitte melden Sie sich an bei Marlis Thalhammer unter jm.thalhammer@t-online.de
oder per Tel. 09901/2411.